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Das Puppenhaus und warum man es mit seiner Tochter aufbauen sollte

Das Puppenhaus und warum man es mit seiner Tochter aufbauen sollte
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Jedes Kind hat Helden und natürlich möchte man, dass seine Helden schön wohnen können – zum Beispiel (weil ich ein Junge bin), um sich nach einem heroisch gewonnenen Kampf gegen einen fiesen Schurken auszuruhen und auf neue Abenteuer vorbereiten zu können. Also eine Festung der Einsamkeit oder eine Bathöhle. Das Haus von Donald Duck in Entenhausen geht gerade noch so. Aber sind das nicht alles im Grunde ihres Herzens Puppenhäuser?

Warum dieser Prolog? Weil ich mit Spaß ein Puppenhaus zusammenbaute und über eine kurze Erwähnung darüber eine Menge gemeiner Bemerkungen erntete. Aber ist es nicht eine Aufgabe für alle Männer, ein Haus zu bauen? Oft verstehe ich die Welt nur sehr schwer.

Das (Puppen-)Hausbauen wird dem geneigten Minihausbauer recht leicht gemacht, wenn auch dieses Unterfangen nicht ganz ohne Hürden ist.

Das Puppenhaus aus dem Usborne Verlag ist zunächst eine stabile Box, in der einige feste Schaumstoffplatten und ein Büchlein auf den Bastelwilligen warten. Das wirkt für die knapp 30 Euro sehr wertig. Zuerst muss man die laut Beschreibung über 40 Teile des Hauses aus den Platten lösen. Diese sind vorgestanzt. Da lässt es sich nicht immer vermeiden, dass die bedruckte Papierschicht auf den Schaumstoffplatten leicht einreißt. Da hilft ein Tropfen Kleber, um der Wand oder dem Bettteil seine Farbe wieder zu geben.

Die Teile sind leibevoll gestaltet. Da stehen Hausschuhe unter dem Bett und für den Ofen gibt es unterschiedliche Einschübe. Man kann also die Haushälterin einen Kuchen backen oder einen Truthahn braten lassen. Das Herausbrechen der Teile geht recht schnell und so schnell geht es mit dem Aufbau des Hauses weiter.

Das dem Karton beiliegende Büchlein ist zu Beginn eine ausführliche Bauanleitung. Der fehlt die Anleitung für das Zusammenstecken der Standuhr – was auch wirklich nicht schwer ist -, weist aber leider nicht auf den einen kniffligen Teil des Häuserbau hin, der ungeschickten Bauherren und Baukindern vor Probleme stellen wird.

Die Schaumstoffplatten haben Zapfen, die in entsprechende Schlitze in den anderen Platten gesteckt werden. Das geht einfach und funktioniert ganz gut. Wer öfters zum Beispiel das Bett umstellen möchte, sollte vor allem die Möbel mit weiteren Tropfen eines Bastelklebers fixieren. Aber hier kommt das angesprochene Problem:

Das Haus hat zwei schöne Erker. Die sind nicht rechtwinkelig und so müssen die Zapfen mit viel Kraft in die Zapfen gequetscht werden. Wir haben die Zapfen erst mal schräg eingedrückt, so dass sie nicht mehr quadratisch waren. Die nun an einer Seite kürzeren Zapfen ließen sich mit mehr oder weniger Gewalt halb in die Schlitze hineindrücken und halb auf der anderen Seite hindurchzerren.

Ist das Haus zusammengebaut, kann man es mit den im Set enthaltenen Möbeln und Figuren einrichten. Das Dach und die Vorderfront lassen sich aufklappen – dem Spielvergnügen steht nun nichts mehr im Wege.

Der zweite Teil des Begleitheftes erzählt viel über die Zeit, in der die Bewohner des Hauses lebten. Hier wird Information unterhaltsam gezeigt und beim Spielen kann man in diese Zeit eintauchen.

Ein tolles und günstiges Paket, wenn es das als Bathöhle oder als Schloss von HeMan gäbe, hätte ich mir vielleicht ein paar witzige Kommentare ersparen können. So muss man sich ein Alibi-Enkel zum Zusammenbau einladen.

Mein großes Puppenhaus zum Selberbauen
Preis: € 29,95
32 Seiten
ISBN: 9781782324935
Useborne Verlag

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