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Japanische Feiertage im April ~ 04月の日本の祝日

Japanische Feiertage im April ~ 04月の日本の祝日
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Im April erwarten euch wieder spannende Feiertage und Feste. Und wie es sich gehört, wird der Frühling gebührend eingeleitet. Die kalte Jahreszeit wird prunkvoll hinter uns gelassen und das neue Leben begrüßt. Schaut selbst, was die wärmeren Tage in Japan auslösen:

08. April – Hanamatsuri – 花祭り – Blumenfest

Am 08. April feiert man in Japan das Hana Matsuri, welches in der deutschen Übersetzung Blütenfest bedeutet. Es gibt mehrere Blütenfeste in Japan, das bekannsteste ist wohl das Hanami. Bei diesem hier handelt es sich allerdings um ein buddhistisches Fest zu Ehren von Buddhas Geburt. Im Mahayana Buddhimus – eine der Hauptrichtungen des Buddhismus – glaubt man, dass Buddha (Siddhartha Gautama) am 08. April in Lumbini (Nepal) geboren wurde. Ein anderer Name für das Fest ist Kambutsue (灌仏会), welcher allerdings eher formell genutzt wird.

In Japan ist auch der Schintoismus neben dem Buddhismus eine bedeutende Religion, was dazu geführt hat, dass einige Aspekte dieser Religion, wie auch des Jodo-shin Budddhismus (Reine Land Lehre) Eingang in die Hana Matsuri Feier fanden. Dementsprechend ist das Hana Matsuri eigentlich eine typisch japanische Feier des Zen-Buddhismus.

Während des Hana Matsuri wird in buddhistischen Tempeln eine Blumenhalle (hanamido 花御堂) eingerichtet, in der eine Statue des neugeborenen Buddha (tanjōbutsu 誕生仏) aufgestellt wird. Dabei wird traditionell ein Miniaturtempel auf einen, mit Blumen reichlich geschmückten Tisch gestellt. Die Staue befindet sich unter dem Dach des kleinen Tempels. Sie steht aufrecht, mit dem rechten Arm erhoben und mit dem Zeigefinger gegen den Himmel gerichtet, während der linke Arm und Zeigefinger nach unter zur Erde zeigt.

Die Besucher der Hana Matsuri Zeremonie gehen daran vorbei und gießen mit einer silbernen Kelle ein wenig Tee, dem sogenannten Amacha (甘茶), über die Figur um so symbolisch das neugeborene Kind zu baden. Der Tee besteht aus fermentierten Hortensienblüten. Mancheiner nimmt den Tee danach mit nach Hause, um ihn als heiliges Getränk zu trinken. Einige Tempel bieten Amacha ebenfalls als Getränk an. Er soll ebenfalls vor bösen Geistern, Schlangen und Insekten schützen. An manchen Tempeln wird jedoch anstelle von Amacha auch Parfum oder anders verwendet. Außerdem bringen sie Blumenblüten als Opfer dar und beten für den Schutz gegen das Böse, Güte und Erlösung. Während dieses Rituals rezitieren die anwesenden Mönche und der Sangha (Gemeinschaft der Zen Praktizierenden) ein Sutra.

Neben dem speziellen Schmuck, der auch auf den Straßen zu finden ist, werden in manchen Orten festliche und farbenfrohe Umzüge durch die Stadt veranstaltet. Ein beliebtes Motiv für die Festwagen ist der weiße Elefant auf dessen Rücken in einer Sänfte ein Buddhakind sitzt. Da der April zudem die Zeit der Kirschblüte ist, ist auch diese ein beliebter Schmuck. Am Hana Matsuri finden des weiteren gemeinschaftliche Tänze und Aufführungen statt.

Der Legende gemäß wurde Shakyamuni Buddha in einem Garten bei Lumbini (im heutigen Nepal) aus der Achselhöhle seiner Mutter Maya geboren, als sie sich ausruhend mit dem rechten Arm gegen einen Baum lehnte. Unmittelbar nach seiner Geburt kommt der neugeborene Buddha auf einer großen Lotusblüte zu stehen und erkennt, dass nirgends in der Welt seinesgleichen sei. Darauf macht er sieben Schritte in jeder Richtung, zeigt mit seiner rechten Hand gegen Himmel und mit der linken gegen die Erde um sie als Zeugen anzurufen und verkündet: “Ich bin der Erste und der Größe in dieser Welt. Dies ist meine letzte Geburt. Ich werde das Leiden von Geburt, Alter und Tod beenden.” Der Legende zufolge, sollen bei seiner Geburt himmlische Wesen wunderschön gesungen haben, während ein Regen von Blüten und süßem Tee herab fiel und den Baby-Buddha badete.

Mit diesem Blumen-Fest wird nicht allein der Geburt Buddhas gedacht, sondern auch der Dank für seine Lehre und deren Hilfestellung in unserem Leben zum Ausdruck gebracht. Auch die Freude über die Blütenpracht der Kirschbäume und Blumen, bekommt religiöse Bedeutung, denn die Blume als Sinnbild der Vergänglichkeit, ermahnt uns zum bewussten Leben im Einklang mit der Lehre Buddhas.

2. Sonntag im April – Yasurai Matsuri (夜須礼祭)

Der Imamiya Ebisu Schrein ist berühmt für sein Schreinfest Yasurai Matsuri (夜須礼祭), das am zweiten Sonntag im April stattfindet. Es zählt zu den drei bedeutendsten Matsuri in Kyōto. Junge Männer tanzen an diesem Tag im Kostüm von Oni, welche meistens hässliche Gestalten mit langen roten oder schwarzen Haaren sind. Die Männer tragen somit meist rote Gewänder und schwarze bzw. rote Perücken mit langen, zotteligen Haaren.

In den alten Legenden waren Oni gutmütige Wesen, die fähig waren, bösartige Geister abzuwehren und Übeltäter zu bestrafen. Die Oni des Yasurai Matsuri sollen die bösen Geister vertreiben, die den Gott der Gesundheit aus dem Schrein vertrieben haben, sodass wieder für den Rest des Jahres Gesundheit für das Stadtviertel gewährleistet ist. Die jungen Männer ziehen durch das Stadtviertel und tanzen zu Flöten und Trommeln, bis sie in eine Art von Trancezustand geraten.

Den Abschluss des Matsuri bildet der Tanz vor dem Honden. Damit soll den Gottheiten des Schreines der Wiedereinzug in den Schrein leicht gemacht werden.

14. und 15. April – Sanno Matsuri (山王祭り) oder Takayama Matsuri (高山祭り)

Als Takayama Matsuri (高山祭り) werden in Japan zwei Feste zusammengefasst, die jeweils zwei Tage im Frühling (April) und Herbst (Oktober) stattfinden. Sie symbolisieren den Start der jeweiligen Jahreszeit und zählen zu den größten Festen Japans. Die zwei Tage im Frühling finden am Hie Schrein (auch Sannō-sama genannt) statt und werden daher auch Sannō Matsuri (山王祭り) genannt. Dem entgegen findet das Herbstfest am Hachiman Schrein (Sakurayama Hachimangu Schrein) statt und wird dementsprechend auch Hachiman Matsuri (八幡祭り) genannt.

Obwohl beide Feste bereits seit dem 16. Jahrhundert gefeiert werden, ist der genaue Ursprung unbekannt.

Die Hauptattraktionen und Events beider Feste sind sehr ähnlich, die einzigen Unterschiede liegen in den Orten der Schreine und den Attraktionen um das Fest. Besonders berühmt sind sie vor allem für ihre antiken Flöße (yatai 屋台), von denen das Sannō Matsuri 12 und das Hachiman Matsuri 11 besitzt. Das ganze hat mit der Lage Takayamas in Hida, Japans Zentrum der Holzproduktion, zutun. Es wird gesagt, dass die großen Flöße aus dem Stolz und Einfluss der Arbeiter und Händler entstanden sind und werden deshalb an den Festtagen reich geschmückt. Das Jahr über werden sie dann in Lagerhäusern aufbewahrt. Als Dekoration dienen unter anderem sogenannte Karakuri Ningyō (からくり人形) aus der Edo Zeit (1600-1868). Es handelt sich hierbei um mechanische Puppen, die sich bewegen können und verschiedene Tänze und ähnliches aufführen. Weiterhin gibt es zahlreiche Schnitzereien, Metallarbeiten, Lackierungen, aufwendig gewebte Vorhänge, Bambusrollos und mehr.

Zu Beginn der Feste werden die Flöße am Morgen präsentiert. Gegen Abend werden sie mit zahlreichen Laternen und in traditioneller Kleidung durch die Straßen getragen. Dies stellt das Highlight des Festes dar. Bei schlechtem Wetter kann man sie in den Lagerhäusern besichtigen.

Charakteristisch für shintōistische Feste und dementsprechend auch beim Takayama Matsuri enthalten sind Paraden mit tragbaren Schreinen (mikoshi 神輿), denen die Gottheit (kami ) des Schreins innewohnt. An beiden Festtagen wird dieser in einer Parade durch die Straßen getragen – vom und zum jeweiligen Schrein. Es gibt außerdem traditionelle Tänze und Musik.

29. April bis 5. Mai – Goldene Woche – Gōruden Wīku ゴールデンウィーク oder Ōgata Renkyū – 大型連休 (Große Feiertagsserie)

Am 29. April wird in Japan der Shōwa no Hi 昭和の (Shōwa-Gedenktag) gefeiert. Der Anlass für diesen Feiertag hat sich dabei im Laufe der Geschichte geändert: Bis zum Tode des Shōwa-Kaisers Hirohito im Jahr 1988 wurde an jedem 29. April noch der Shōwa-Tennō, also der Geburtstag des Kaisers gefeiert. Seit 2007 gilt am Shōwa no Hi offiziell das Andenken an Hirohito und dessen Herrscherzeit.

Diese Epoche der Kaiserzeit ist für die Japaner besonders bedeutsam, da sie sich trotz des Zweiten Weltkriegs mit großer Geschwindigkeit wieder als Wirtschaftsmacht und Kulturnation etablieren. Im Zeitraum zwischen 1989 und 2007 wurde am 29. April zusätzlich der so genannte Midori no Hi, der Tag der Umwelt begangen, welcher heute allerdings am 4. Mai zelebriert wird. Zum Shōwa-Gedenktag finden zumeist keine ausgelassenen Feierlichkeiten statt.

Durch den Shōwa-Gedenktag wird des Weiteren der Beginn der so genannten Goldenen Woche eingeleitet, welche bis zum 5. Mai andauert. Innerhalb dieses Zeitraums liegen noch drei weitere Feiertage, weshalb die Goldene Woche nach Neujahr und Sommerferien gemeinhin als die drittwichtigste Urlaubszeit in Japan gilt. Da in der Goldenen Woche jahreszeitbedingt häufig angenehm milde Wetterverhältnisse herrschen, nutzen viele Japaner die freien Tage lieber für Inlandsreisen und Familienbesuche. In vielen Fällen erfolgen die Buchungen dabei auf viele Monate im Voraus, da in der Goldenen Woche selbst Flug- und Reisepreise deutlich nach oben korrigiert werden und Hotels vielerorts schnell ausgebucht sind.

Weitere Feste und Festivals:

Kanamara-Festival
Ende März oder Anfang April
Wakamiya Hachiman-gu Schrein, Kawasaki, Präfektur Kanagawa

Das Kanamara Matsuri oder “Festival des eisernen Phallus” in Kawasaki bei Tokio kennzeichnet eine Parade bei der ein 2 m hoher rosa Penis durch die Straßen getragen wird, um Gebete für Fruchtbarkeit, sichere Kindergeburt und eheliches Glück zu erhalten. Das Festival stammt aus der Edo-Periode, als Prostituierte zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten beteten.

Kenka sai
1. April
Fushimi inari Taisha jinja
Den Göttern werden Blumen dargebracht und für Kado gebetet.

Reisai
2. April
Matsuo Taisha jinja
Für den Gott der Braukunst werden Kyogen und Noh aufgeführt. Dies ist das bedeutendste Festival des Matsuo Taisha jinja.

Tonbansan Matsuri
Erstes Wochenende im April
Kotohira Jinja, Setokashinourago, Oseto-cho, Saikai-shi, Nagasaki

Die Teilnehmer des Tonbansan-Festivals bemalen ihre Gesichter weiß mit komischen Ausdrücken und tragen traditionelle Kleidung. Es gibt tragbare Schreine, ein Löwentanz, Trommeln und Volkstanz, welche ausflugsgleich in die Nähe vom Kotohira Schrein führen, mit Blick auf das Meer.

Beppu Hot Spring Festival
1. Woche im April
Beppu, Oita
Einwöchiges Festival zum Dank für die heißen Quellen vom Beppu – Onsen. Es gibt Paraden, marschierende Bands, tragbare Schreine und ein großer Tengu wird durch die Straßen gezogen. Viele heiße Quellen sind kostenlos.

Obasama Festival
1. Sonntag im April
Hakusan Schrein, Kannari-obasama, Kurihara, Miyagi
Ein Festival zum einläuten der Pflanzsaison. Es wird für eine gute Ernte gebeten und verschiedene alte und bunte Tänze aufgeführt.. Die erste Veranstaltung ist der Obasama no Ennen Tanz, beliebt von der Heian bis Muromachi Periode, hier jedes Jahr wiederbelebt.

Ose Matsuri
4. April
Ose Schrein, Shizuoka Präfektur
Einzigartiges Festival, in dem Männer, die in Damenbekleidung gekleidet sind, eine lebhafte Jigs an Bord eines Bootes über den Hafen tanzen, der mit Fahnen und Ausläufern geschmückt ist. Taiko Gruppen spielen ihre Trommeln und viele Stände verkaufen lokale Produkte.

Go’o Taisai Matsuri
4. April
Go’o-Schrein, Kyoto
Festival ehrt den Todestag der präsidierenden Gottheit im Go’o-Schrein auf der Westseite des Kaiserpalastes von Kyoto.

Himesama douchu
5-6 April
Hosoe, Shizuoka-Präfektur
Traditionelle Kleiderparaden mit vielen Frauen und Mädchen in atemberaubendem Kimono und voller Make-up, begleitet von Dienern und Begleitern.

Taiko Hanami Gyoretsu
11. April
Daigo ji
Vor 400 Jahren ließ Toyotomi Hideyoshi unter den blühenden Kirschbäumen prunkvolle Prozessionen abhalten. In Erinnerung daran findet auch heute wieder ein Umzug statt.

Yasurai Matsuri
11. April
Imamiya jinja
Mit Blumen geschmückte Schirme werden durch die Nachbarschaft getragen und rothaarige Dämonen tanzen. Wenn man eine Weile unter einem solchen Schirm steht, bedeutet dies Schutz vor ansteckenden Krankheiten für ein ganzes Jahr.

Yayoi Matsuri
16.-17. April
Nikko, Tochigi-Präfektur
Fest am Futara-san-Schrein mit bunt geschmückten Wagen.

Gyoki dai e
18.-25. April
Chion in
Ein alljährliches Festival in Erinnerung an Honen, den Begründer der buddhistischen Jodo-Sekte.

Mibu Kyogen
21.-29. April
Mibu dera
Kyogen ist eine seltenere buddhistische Pantomime. 30 verschiedene Stücke werden an 5 Tagen aufgeführt.

Kyokushi no utage
29. April
Jonangu jinja
Dieses Fest wird am Jonangu-Schrein begangen. Die Teilnehmer sitzen flußabwärts in einem kleinen Fluß und schreiben Gedichte bestehend aus 31 Kanjis. Danach wird ihnen Sake in einem kleinen lackierten und flußabwärts treibenden Gefäß gereicht.

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