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Japanische Feiertage im Januar – 1月の日本の祝日

Japanische Feiertage im Januar – 1月の日本の祝日
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Alle haben die stressigen Feierlichkeiten gut überstanden und sind hoffentlich ohne große Zwischenfälle ins neue Jahr gestartet. Passend zum Neujahr haben wir hier die ersten Feiertage, Feste und Festivals der japanischen Kultur für euch zusammengetragen.

01. bis 03. Januar 2017: Shogatsu –  正月 – Neujahr

Akemashite omedetou gozaimasu! – あけましておめでとうございます。– Happy New Year! – Frohes Neues Jahr!

Auf der gesamten Welt werden zum Neujahr das große Feuerwerk des Vorabends verarbeitet und entspannt das neue Jahr genossen. In Japan hingegen kommt dem Neujahrsfest die größte Bedeutung zu. Schulen und Universitäten haben Ferien, und auch zahlreiche Unternehmen bleiben bis einschließlich dem 3. Januar geschlossen. Viele Menschen, die ansonsten weit entfernt von ihrem Elternhaus leben, kehren nun dorthin zurück, um gemeinsam mit der Familie sowie Verwandten und Freunden in gemütlicher Runde zu feiern.Viele interessante Traditionen finden sich auch zum Shogatsu.

Man dankt unter anderem den Göttern für ihren Schutz bei der Ernte. Empfängt die Seelen der Vorfahren, die der Familie ihren Beistand gewähren. Zum Neujahr stellen die Familien außerdem sogenannte kadomatsu (Gestecke aus Pinienzweigen und Bambus, die links und rechts des Hauseingangs aufgestellt werden) und hängen shime-kazari (Dekorationen aus Reisstroh) auf, was dazu dienen soll, diese Götter und Seelen zu begrüßen. Aus diesem Grund ist o-shogatsu für die Menschen in Japan die wichtigste Feierlichkeit im ganzen Jahr. Viele machen in dieser Zeit neue Pläne und treffen Entscheidungen für das kommende Jahr.

Hatsumode – Erster Schrein- bzw. Tempelbesuch im neuen Jahr

Während der Feiertage absolvieren Familien und Freunde gemeinsam den ersten Schrein- bzw. Tempelbesuch des neuen Jahres (hatsumode). Bei Shinto-Schreinen werden traditionell Schreine aufgesucht, von denen es heißt, dass sie in einer glücksverheißenden Richtung zum Haus der Besucher liegen. Zweck dieser Besuche ist es, um eine reiche Ernte sowie um die Sicherheit von Familie und Heim während des kommenden Jahres zu beten. Der Schrein Meiji Jingu in Tokyo zählt die größte Zahl von hatsumode-Besuchern (3,19 Mio. im Jahr 2009), gefolgt vom Tempel Naritasan Shinshoji in der Präfektur Chiba (2,98 Mio.) und dem Tempel Kawasaki Daishi in der Präfektur Kanagawa (2,96 Mio.).

Nengajo – Neujahrsgrußkarten

Während der freien Tage um Neujahr herum bekommen die Menschen Grußkarten (nengajo) von Verwandten, Freunden und Bekannten. 2009 wurden in Japan über zwei Mrd. nengajo zum Neujahrsfest verschickt.

Otoshidama (Geldgeschenk für Kinder)

Außerdem erhalten Kinder in dieser Zeit ein Geschenk in Form von Geld von ihren Eltern und Verwandten, das als otoshidama bekannt ist. Daher haben die Kinder einen besonderen Grund, sich auf den Beginn des neuen Jahres zu freuen. In den letzten Jahren war es für Mittel- und Oberschüler nicht ungewöhnlich, Beträge zwischen 5.000 und 10.000 Yen pro Umschlag zu erhalten. Alle otoshidama zusammen summieren sich so für den Einzelnen auf mehrere 10.000 Yen.

Traditionelle Spiele zu Neujahr

Früher beteiligten sich fast alle Kinder an speziellen Neujahrs-Vergnügungen im Freien wie z.B. Drachensteigen und Kreiselspiele (diese insbesondere für Jungen) sowie ein Spiel für Mädchen in der Art des Federballs namens hanetsuki. Zu den Spielen, die im Haus selbst gespielt wurden, zählten das Kartenspiel uta karuta, bei denen die Spieler ihre Schnelligkeit beim Erkennen von Gedichten aus der Sammlung Hyakunin isshu („Hundert Gedichte von hundert Dichtern“) unter Beweis stellen, sowie sugoroku, ein Spiel, das Backgammon ähnelt. Heutzutage jedoch, wo die Kinder von so vielen verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten umgeben sind, haben diese traditionellen Neujahrsspiele ihre frühere Beliebtheit eingebüßt.

09. Januar 2017: Seijin no hi – 成人の日 – Tag der Erwachsenen

Für alle 20-Jährigen wird es zu Beginn des Jahres ernst, denn im Gegensatz zu uns feiert man in Japan erst mit 20 Jahren die Volljährigkeit. Somit beginnt für die jungen Damen und Herren der Ernst des Lebens.

Bis 1999 lag dieser nationale Feiertag auf dem 15. Januar, seit 2000 wurde dieser allerdings auf den 2. Montag im Januar gelegen, was ein zusätzliches verlängertes Wochenende bedeutet.

Neue Rechte im neuen Lebensabschnitt

An diesem Tag erhalten die frisch gebackenen Erwachsenen sowohl ihr aktives Wahlrecht und sind dazu berechtigt, legal zu rauchen und Alkohol zu trinken. Den Führerschein können sie, wie auch bei uns in Deutschland, bereits mit 18 machen.

Kimono – die traditionellen Kleider der Frauen

In den verschiedenen Städten und Gemeinden werden für die Heranwachsenden feierliche Zeremonien veranstaltet, bei denen ihnen zu ihren neuen Rechten und Pflichten gratuliert wird. Dabei tragen die jungen Frauen fast alle einen traditionellen Kimono in hellen, bunten Farben mit langen Ärmeln, welche auch furisode genannt werden und ein Merkmal für unverheiratete Frauen sind. Den doch recht teuren Kimono leihen dabei die meisten aus einem Fachgeschäft, wie es auch bei Brautkleidern etc. üblich ist. Das Anziehen ist jedoch kein leichtes Spiel – man kann sogar extra Kurse besuchen, in denen erklärt wird, wie man die entsprechenden Unterkleider, einen passenden Gürtel, den obi, und weiteres zu kombinieren, anzuziehen und zu binden hat.

Für die Männer gibt es meist einen dunklen Anzug und keinen traditionellen hakama.

Weitere Feste und Festivals

Toshiya Festival

8. Januar

Kyoto

Das Toshiya Festival ist speziell für die Fans des Bogenschießens. Im Sanjusangendo Tempel in Kyoto wird im längsten Holzgebäude Japans um den Sieg gekämpft.

Toyko Auto Salon

Anfang Januar

Chiba

Das Toyko Auto Salon-Event wird von der Automobil-Industrie im Makuhari Messe Convention Center in Chiba jedes Jahr im Januar veranstaltet. Hier können sich Besucher die Neuheiten und alten Hasen auf dem Automarkt ansehen.

Toka Ebisu Festival

8. – 11. Januar

Osaka

Bei diesem Festival werden heilige Bambus Äste an Geschäftsleute verkauft. Die Äste, bekannt als fukusasa, sind dabei mit Glückssymbolen dekoriert. Es wird an verschiedenen Schreinen in Japan für Ebisu, der japanischen Gottheit der Fischer und des Glücks. Am größten Standort in Osaka kommen mehr als 1 Millionen Menschen.

Sumo New Year Basho

8. – 22. Januar

Tokyo

Das Sumo New Year Basho ist das erste der sechs großen Wettkämpfe von Sumo, die jedes Jahr stattfinden. Im Ryogoku Kokugikan-Stadion können bis zu 13.000 Fans bei diesem Event dabei sein. Sehr begehrt sind dabei auch die Zabuton-Sitze, die notfalls bei großer Wut herumgeschleudert werden können.

Dondo Yaki

15. Januar

Nachdem die Neujahrsfeiern abgeschlossen sind, werden die traditionellen Dekorationen abgenommen und mit anderen Glücksbringern, wie Daruma Puppen, im rituellen Feuer namens Dondo-Yaki verbrannt.

Lake Shikotsu Ice Festival

27.01. – 19. 02.

Chitose City

Jeden Winter gibt es beim Lake Shikotsu Ice Festival in Hokkaido riesige Statuen aus Eis zu bewundern, die bei Nacht beleuchtet werden.

Wakakusa Yamayaki

28.01.

Nara‘s Mount Wakakusayama

Durch Feuerwerke wird der Mount Wakakusayama scheinbar in Flammen getaucht. Durch die Größe kann man dieses Feuer durch die ganze Stadt weit sehen.

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