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PSVita: Der zu Unrecht verpönte Handheld

PSVita: Der zu Unrecht verpönte Handheld
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Sommerzeit ist Handheld-Zeit. Bei bestem Wetter und tollen Temperaturen will man ja doch lieber draußen die Zeit verbringen, aber warum dabei auf das liebste Hobby verzichten? Gerade die Switch-Konsole sorgt mit Zelda: Breath of the Wild und anderen Titeln für Spaß unterwegs, und auch der 3DS kann mit einer tollen Bibliothek aufwarten. Aber, es gibt da ja noch einen anderen Handheld…

Die Rede ist natürlich von der Playstation Vita! Kaum zu glauben, aber bereits seit 2012 ist der Nachfolger zur Playstation Portable auf dem Markt. Leider konnte er sich bisher nicht wirklich durchsetzen, Nintendo führt den mobilen Sektor einfach unangefochten an. Und auch Sony selbst scheint inzwischen nicht mehr wirklich an die Playstation im Miniformat zu glauben, es erscheinen kaum noch AAA-Titel für die Konsole. Aber warum eigentlich?

Bevor hier jetzt falsche Gedanken aufkommen, das soll nicht heißen, dass ich den 3DS verachte. Wie könnte ich auch? Pokémon Mond, Hyrule Warriors Legends, Super Smash Bros… All diese (und noch viele mehr) sind fantastische Titel, die den 3DS zu einem fantastischen Handheld machen! Es geht mir eher darum, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass die Vita übersehen wird. Und das, wie ich finde, völlig zu unrecht! Nicht nur, dass die Vita grafisch einiges leisten kann, auch die Spielebibliothek bietet mehr Schätze, als manche zunächst annehmen würden.

Das ist sie, die Vita

Metal Gear Solid HD-Collection. Final Fantasy X HD-Remastered, die Ratchet & Clank– Triologie… Zugegeben, das klingt teilweise mehr nach PORTstation, aber auch abgesehen davon gibt es viel tolles zu spielen: Persona 4 Golden, Tearaway, Uncharted: Golden Abyss, Killzone Mercenary… Die Liste an Vita-exklusiven Titeln ist lang. Und auch im Indie-Sektor gibt es einiges, was an den kleinen Bildschirm fesselt: Salt & Sanctuary, Risk of Rain, The Binding of Isaac: Rebirth, demnächst sogar Undertale… An qualitativ hochwertiger Software mangelt es der kleinen Playstation für unterwegs absolut nicht. Wenn man dann noch beachtet, dass es für schmales Geld sogar Playstation-Klassiker wie Final Fantasy 7, Crash Bandicoot 2 und noch viele mehr zum Download gibt…

Besonders Persona 4 Golden ist ein absolutes Must-Have auf der Vita!

Im direkten Vergleich zum Vorgänger wurde einiges verbessert. Garniert mit einem echt hübsch anzusehenden OLED-5 Zoll-Touchscreen (bzw. LCD-Display bei der Slim-Neuauflage), hat die Vita einiges an Leistung zu bieten. Touchscreen vorne und hinten, 6-Achsen-Sensor, richtige Analogsticks (kein Schiebepad wie im Vorgänger!) und noch viel mehr… Besonders toll: im Vergleich zur Playstation Portable verzichtete die Vita diesmal auf platzraubende UMD-Disks, sondern packte die Spiele auf ziemlich niedliche Speicherkarten!

Ein weiteres tolles Feature, was die Vita zu einer hervorragenden Begleitung für unterwegs macht: ihr könnt Spiele von eurer PS4 streamen und so auch auch auf Reisen Heimkonsolen-Feeling aufkommen lassen. Und das ganze 5 Jahre vor der Switch! Zugegeben, ihr braucht schon eine stabile Internetverbindung hierfür, aber ein Großteil der Spiele läuft dann echt fantastisch. Und jetzt mal ehrlich: während einer Reise im fernen Hotel trotzdem Witcher 3 spielen? Das will doch fast jeder von uns!

Es gibt natürlich einige kleine Fehlschritte, die dann doch einem perfekten Handheld im Weg stehen. Immer noch absolut unverständlich und eine katastrophale Fehlentscheidung war selbstverständlich das Speicherkarten-Desaster. Aus Kopierschutzgründen wollte Sony damals nicht das Speichern auf handelsüblichen SD-Karten ermöglichen, sondern setzte auf ein eigens entwickeltes Spezialformat. Eigentlich verständlich, klar. Problem 1: die von Haus aus mitgelieferte Speicherkarte von 8GB ist viel zu klein. Problem 2: Größere Karten sind (auch heute noch) viel zu teuer! 32GB, die man eigentlich schon benötigt, besonders wenn man auf Download-Titel zurückgreifen will, kosten aktuell 84,99€ bei Amazon! Ein weiteres, zum Glück kleineres Ärgernis, waren zum Beispiel die Eigenkreationen bei den Ladekabeln der ersten Version. Bei der Slim-Version wurde dann zum Glück auf einen Micro-USB-Anschluss zum Laden umgestellt.

Die größte Karte hat es sogar nie nach Europa geschafft- bei den Preisen auch kein Wunder!

Trotz dem riesigen Speicherkarten-Problem ist die Vita dennoch auch heute, 5 Jahre nach dem Launch, ein tolles System, was durchaus einen Blick wert ist. Schaut einfach mal, ob das Software-Lineup euch zusagt, und schaut euch zur Not auf Ebay um- dort gibt es das eine oder andere Schnäppchen. Ich jedenfalls kann es nur wärmstens empfehlen, denn eine Menge Spaß hat man mit diesem, wie ich finde, zu Unrecht verpönten Handheld auf alle Fälle!

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