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Young Justice : Outsiders –The Team Returns

Young Justice : Outsiders –The Team Returns
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Sie verschwanden, doch sie wurden nicht vergessen: von November 2010 bis März 2013 präsentierte der DC Nation-Block auf Cartoon Network eine neue Teamkonstellation für DCs bekannteste Sidekicks. Nun sind sie zurück. Doch ist das Team nach 6 Jahren auch noch in Form?

Young Justice hat sich durch seine Struktur einen besonderen Platz im Herzen der Fans animierter Superhelden-Shows erkämpft, und auch Kritiker waren begeistert. Während der eher kurzen ursrpünglichen Ausstrahlung wurde die Serie für mehrere Auszeichnungen nominiert und erhielt auch einen Emmy und einmal den Online Film & Television Assossiation Award; Zudem tauchte Young Justice seit seiner Erstausstrahlung in diversen „Top [….]“-Listen auf. Der einzige Gegner, dem das Team nicht gewachsen war, war die größte Gefahr, der sich jedes Medium irgendwann stellen muss: MARKETING!

Das Aus

2013 wurde Young Justice nach 2 Staffeln überraschend abgesetzt. Der Grund dahinter war anfangs nicht ersichtlich, die solide Fanbase war quasi ein Garant für überdurchschnittliche Einschaltquoten. Kritiker lobten die Serie in höchsten Tönen, dennoch schien die finale Episode der 2. Staffel ihrem Titel „Endgame“ gerecht zu werden. Konstanter Spekulation zum Trotz dauerte bis Januar 2016, bis Produzent Greg Weisman das Rätsel endgültig auflöste. Die Finanzierung der Show lief über Spielzeughersteller Mattel, welcher natürlich mehr an Verkaufszahlen als an Einschaltquoten interessiert war. Da die Spielzeugverkäufe jedoch nicht die Zuschauerzahlen wiederspiegelten, wurde die Merchandise-Reihe eingestampft und die Finanzierung der Show beendet. Ohne gleichwertig hohe Geldquelle wurde die Produktion der Serie beendet.

Ein Lichtblick am Horizont

Kurz nachdem Netflix die 2. Staffel 2016 ins Programm aufnahm, twitterte Weisman an seine Fans, dass Blu-ray-Käufe und das Ansehen von Young Justice auf Netflix die Chance auf eine 3. Staffel erhöhen könnten. Weitere Produktionsmitglieder der Serie liessen – neben einer Betonung, dass bisher weder Netflix noch Warner Bros. offizielles Interesse geäußert hätten – ebenfalls Intresse an einer erneuten Zusammenarbeit verlauten. Die Gerüchteküchen brodelten und verschiedene Online-Petitionen an DC wurden ins Leben gerufen, um Interesse an einer Wiederbelebung bekunden. Sowohl der Show als auch des begleitenden Comics. Das Jahr zog ins Land, und im November war es soweit: Die dritte Staffel wurde unter alter Aufsicht und in den Händen von Warner Bros. Animation offiziell bestätigt. Seit dem 4. Januar läuft Young Justice: Outsiders auf DCs hauseigener Streamingplattform.

Damals vs Heute

Die Fans bekamen also ihren Wunsch erfüllt, doch sechs Jahre sind viel Zeit. Kann Outsiders mit Bisherigem mithalten? Wir haben keine Mühen gescheut und das Release-Wochenende mit bingewatching verbracht, um euch einen knappen Überblick zu geben:

Young Justice

Robin, Kid Flash, Aqualad und Speedy scheinen ihrem Status als Sidekicks entwachsen zu sein und werden von ihren jeweiligen Mentoren in die Hall of Justice –das offizielle Hauptquartier der Justice League- eingeladen. Als letztere zu einem Notfall ausrücken, kümmern die Nachwuchshelden sich auf eigene Faust um einen Notfall. Sie befreien dabei Superboy, welcher dem neuen Team beitritt. Die Nachwuchstruppe wird darüber hinaus bald noch durch Miss Martian und Artemis verstärkt und agiert unter Leitung der Justice League als Black Ops-Team, um Missionen zu übernehmen, für die die League-Mitglieder eine zu große Präsenz haben. Im Laufe der ersten Staffel entfalten sich diverse Subplots zu Themen wie Vertrauen, Verantwortung und Geheimnisse; während eine Konklave an Gegenspielern, die sich unter dem Namen „The Light“ zusammen geschlossen haben, verschiedene Eisen im Feuer hat, die in einer Gehirnwäsche der Justice League gipfeln.

Young Justice: Invasion

5 Jahre später ist das Team sowohl zahlenmäßig als auch an Erfahrung gewachsen. Robin hat unter seiner neuen Identität als Nightwing die Leitung übernommen, während Aqualad die Seiten gewechselt hat. Kid Flash und Artemis haben derweilen ihre Masken an den Nagel gehängt. Das Team ist dennoch groß genug, um in mehreren Squads zu agieren und sich gegen eine Galerie an Schurken zu stellen. Die Justice League steht währendessen vor einem intergalaktischen Gericht. Loyalität und Vertrauen werden einmal mehr in Frage gestellt, während das Team weiterhin mit Geheimnissen und Alieninvasoren zu kämpfen hat.

Im Vergleich zur ersten Staffel liegen die Maßstäbe noch höher. Young Justice: Invasion wirkt schneller, größer und gefährlicher als alles, womit das Team bisher zu tun hatte. Die ehemaligen Sidekicks müssen einmal mehr lernen, dass die Guten nicht immer gewinnen.

Young Justice: Outsiders

2 Jahre nachdem die Reach-Invasion das Metagen für die Welt enthüllte, sind diverse Organisationen und Nationen von der Idee ihrer eigenen Supermenschen angetan; als Folge daraus blüht der Metamenschen-Handel auf. Nightwing, der nach den Ereignissen des „Invasion“-Finales das Team verliess, bildet mit einigen anderen Ex-Mitgliedern und neuen Charakteren die Outsiders. Diese bringen sich anders als das Team, welches inzwischen eine offizielle Unterfraktion der Justice League ist, auch in internationalen Angelegenheiten ein. Der League sind dagegen durch UN-Auflagen die Hände gebunden. Das führt widerrum zu einem internen Bruch, als Batman und Green Arrow mit sämtlichen ihrer Sidekicks die Justice League verlassen.

Wir warten gebannt wie sich die aktuellen Ereignisse entfalten. Der bisherige Eindruck ist aber, dass – unter Anderem durch die Splittung der Teams- die interne Geheimniskrämerei diesmal mehr in den Hintergrund tritt und stattdessen Machtspiele, Xenophobie und Menschenhandel den thematischen Fokus erhalten.

Während wir mit einem endgültigen Fazit noch warten, bis wir Outsiders komplett gesehen haben, sei an dieser Stelle schon einmal gesagt, dass Young Justice trotz sechsjähriger Pause nicht an Qualität verloren hat. Voiceacting und Optik wirken, als sei die Produktion nie unterbrochen worden. Zeitgleich wirken die Charaktere reifer, wie schon nach dem Zeitsprung zwischen den ersten beiden Staffeln.

Der größte Unterschied, der sich bisher zeigte, besteht im Wechsel der Präsentationsplattform. Der Samstag Vormittags-Sendeplatz im Cartoon Network hielt die visuellen Effekte verhältnismäßig zahm. Outsiders hingegen nutzt es, dass DC Universe das hauseigene Streamingportal ist und nicht jede Einstellung unbedingt komplett kinderfreundlich gehalten werden muss – ohne dabei jedoch zu einem völlig uncharakteristischen Gore-Fest zu verkommen. Dennoch macht es sich bemerkbar, dass Outsiders als Special Treat für eine ältergewordene Fanbase gedacht ist.

Das wohl größte Manko ist, dass DC Universe-Accounts zum aktuellen Zeitpunkt nicht außerhalb der USA verfügbar sind. Hinsichtlich eines offiziellen Deutschland-Releases für Young Justice: Outsiders müssen wir uns also noch gedulden.

Images: DC Entertainment/WB Animation

Kirby Erzieher, Comic-Geek, Spielkind,Serien-Junkie und Cartoon-Enthusiast aus Hamburg. In meiner Freizeit betreibe ich professionelles Binge-watching, lerne oder stopfe meinen Kopf mit fiktiven Charakterbiografien voll.

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