Harry Potter & das verwunschene Kind in Hamburg

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Titelbild

Durch die coole Aktion „40 am Freitag“ von TicketMaster hatte ich die Möglichkeit das Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind als einer der ersten in Hamburg zu sehen. Wir konnten es in einer der vielen Voraufführungen zum Glück noch vor der Sperre durch die aktuelle Corona Krise erleben. Ich habe dieses zusammen mit Julia erleben dürfen und versuche möglichst spoilerfrei über dieses zu berichten. Für Kenner des Buches wird es aber nichts Neues sein.

AUGEN AUF BEI DER PLATZWAHL

Durch das Gewinnspiel hatten wir das Glück das wir in Preiskategorie 1 saßen und für beide Teile dennoch nur 40 € bezahlen mussten. Der Normalpreis für unsere Plätze liegt bei 230 € für beide Teile. Aus meiner Sicht eine sportliche Hausnummer die sie dort aufrufen. Über der Preiskategorie 1 gibt es noch die Premium Kategorie, welche 270 € kostet. Die günstigste Preiskategorie liegt bei 130 € für beide Teile, was ok ist, aber natürlich noch immer viel Geld ist. Für zusätzlich 90 € kann man dann noch kostenlose Getränke in der Lounge genießen und erspart sich so die Wartezeit an der Bar in der Pause.

Wir saßen auf dem Balkon Reihe 4 auf Platz 1 und 2 also genau in der Mitte. (die Zählung ist etwas komisch bei denen) Das Gute ist, dass wir dadurch ein Überblick über das ganze Spektakel im gesamten Theater hatten. Das Stück findet nämlich nicht nur auf der Bühne, sondern auch im restlichen Saal statt. Allerdings hatte der Überblick auch ein Manko. Da wir so weit von der Bühne entfernt saßen, konnte man keine Details erkennen und musste feinere Mimiken und Gestiken doch eher erahnen. Dies hat das Erlebnis allerdings nur leicht eingeschränkt.

Bevor ich ins Detail gehe, kann ich schon Mal eine Sache sagen: Das Stück lohnt sich auf jeden Fall! Es ist ein echtes Spektakel voller Magie und Wunder! Es macht einfach Spaß und lässt einen voller Staunen zurück.

MAGIC WORKS

Man hat während des Stücks echt das Gefühl, dass richtig gezaubert wird. Wenn Zaubersprüche wirken, sind Pyrotechnik und Sprünge der Schauspieler mit dünnen Seilen so gut getimed, dass man den Eindruck hat,dass hier wirklich Magie am Werk ist. Es werden Zauber wie Avada Kedavra gesprochen, Zauberer betreten durch die Telefonzelle das Zaubereiministerium oder Reisen durch das Flohnetztwerk. Das ist alles so großartig mit Licht und Schatten sowie mit der Bühnentechnik inszeniert, dass man sich echt fragt:

„Wie haben die das gemacht?“. 

„Zaubern die jetzt echt?“ 

Die schauspielerische Leistung ist auch echt umwerfend, wenn man bedenkt, dass eine Person unter Aufwand an einer Stelle verschwindet und 5 Sekunden später ganz woanders wieder auftaucht. Dabei zeigten sie zu keiner Zeit ein Zeichen von Anstrengung. Das Ganze ist eine ganz neue Art von Theater.

IST DAS NOCH THEATER ODER SCHON FILM?

Auch der Einsatz von Sound und Musik ist gut gelungen. Es gibt keinen aufdringlichen Soundtrack, dafür wird jedes mal wenn der Zeitumkehrer verwendet wird der Bass eingesetzt und es ist ein Ripple Effekt auf der Bühne „in der Luft“ zu sehen. Durch diese Effekte hat man das Gefühlt man reist selbst durch die Zeit. In einem Film würde man an der Stelle sagen „ach das sind Special Effects“. Allerdings ist das im Theater nicht so ohne Weiteres möglich und das macht es einfach nur beeindruckend. Selbst Leute die Theater zu „langweilig“ finden, kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

BESETZUNGSFRAGE

Die Besetzung ist einfach super getroffen, wenn ich mir Draco Malfoy und Harry Potter als Erwachsene anschaue. Richtig super fand ich auch die Darstellung der Maulenden Myrte. Wie sie einfach gefallen an dem Geschlecht der Potters gefunden hat :-). Dagegen hat mir persönlich die Darstellung des jungen Harry Potters gar nicht gefallen. Dies lag einfach an seiner Stimme, die viel piepsiger war, als ich Sie aus den Hörbüchern oder Filmen kenne.

Ein durchaus kontrovers diskutiertes Thema zwischen Julia und mir war die Darstellung der Hermine. In unserer Aufführung wurde sie durch eine Frau mit schwarzem Afro verkörpert. Das war für mich am Anfang befremdlich, da ich gar nicht zuordnen konnte, wer denn diese Person sein sollte. Nach recht kurzer Zeit wurde es mir dann klar das sie es ist. Ein wenig befremdlich fand ich es aber schon. Für Julia dagegen war es absolut kein Problem und sie fand es auch super, dass sie so besetzt wurde. Neutral betrachtet finde ich es shwierig, da wahrscheinlich viele Leute Hermine Granger mit Emma Watson in Zusammenhang bringen und deswegen sich darüber aufregen.
Wir alle kennen die Gesprächskultur im Internet und insbesondere in den Sozialen Medien. Da werden wahrscheinlich einige Hardcore Fans ziemlich abgehen. Klar wird sich die Darstellerin dem bewusst gewesen sein, aber hart stelle ich es mir trotzdem vor.

Harry Potter im Mehr! Theater

DAS FANHERZ SCHLÄGT HÖHER

Im Großen und Ganzen war ich aber schon geflasht, da das gesamte Theater uns in die Welt von Harry Potter entführt hatte. So konnte man sich mit den Hausbannern fotografieren lassen, die Wand war voll mit magischen Geschöpfen und Tieren und selbst der Teppich sowohl im Foyer und im Theater selbst war im Stil von Harry Potter gehalten.

Ein Kritikpunkt habe ich allerdings doch! Die  Preise an der Bar lassen einen wirklich verzweifeln.  Da soll man für ein Wasser nämlich 4 € zahlen. Glücklicherweise bieten sie für 20 € eine Flatrate an, in der auch die Garderobe von 3 € mit inkludiert ist. Da man auch mehrere Drinks auf einmal bestellen kann, lohnt sich dies dann wieder bei den Einzelpreisen. Zusätzlich schwierig war, dass die Pause gerade einmal 15 Minuten betrug. Da es nur zwei Bars und zwei Toilettenräume gibt, ist der Andrang auf beides sehr groß. Hat man die Pause genutzt und ein Getränke in seiner Hand, ist die Pause auch schon wieder vorbei. Der Toilettengang gestaltet sich dann als schwierig.

Unterm Strich kann ich sagen, dass Harry Potter das verwunschene Kind ein bombastisches Erlebnis ist und ich froh bin, dass ich diese Chance hatte. Ich würde allerdings keine 400 € dafür ausgeben, insbesondere nicht auf den Plätzen.

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Über den Autoren/Über die Autorin

Zu meiner Person kann man sagen, dass ich gebürtiger Hamburger bin - mit Herz und Seele. Quasi "Born and Raised in dieser wundervollen Stadt". Ich bin ein klassischer Nerd und seit ca. 14 Jahren ein absoluter Filmfreak. Während meiner Ausbildungszeit hatte ich eine SilverCard von CinemaxX und aktuell bin ich im Besitz der Unlimited Card von UCI. Meine zusätzlichen Leidenschaften sind hochwertige Spirituosen und Weine, mit denen ich auch beruflich zu tun habe, sowie Cosplays und Doctor Who.

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