Nerds in Quarantäne – Tag 4 mit Para

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Quarantäne Hobbys

Die NERDLICH-Redaktion befindet sich in selbstauferlegter Quarantäne. Das heißt, wir bleiben Daheim und ihr hoffentlich auch! Wie wir die Zeit nutzen oder zumindest irgendwie überbrücken, ohne dabei noch wahnsinniger zu werden, als wir eh schon sind, verraten wir euch in unserer neuen kleinen Reihe: Nerds in Quarantäne. Am vierten Tag beleuchten wir den Quarantäne Alltag von Para.

TAG 4: PARA

Zugegeben, es hat sich lange Zeit nicht wirklich viel für mich verändert. Ich bin jeden Tag ins Büro gefahren, auch als nach und nach viele ins Homeoffice verfrachtet wurden. Abends saßen wir auf der Couch und haben Serie geschaut, alles beim Alten möchte man meinen – aber dann doch nicht wirklich. Meine beste Freundin und ich pflegen nun schon seit Jahren die Tradition, dass wir uns mittwochs, nach dem Feierabend, zum Kaffee trinken treffen. Nun stand, vor noch gar nicht allzu langer Zeit, besagter Mittwoch vor der Tür. Unwillkürlich trat die Frage auf, treffen oder lieber nicht treffen? Wie also hat sich unser Alltag nun unter der selbst-auferlegten Isolation verändert?

AUSWIRKUNGEN DER ISOLATION

Die Antwort auf die Frage lässt sich nicht ganz klar beantworten. Fakt ist, mittlerweile gehe ich nur noch im zwei-Wochen Takt ins Büro. Menschen sehe ich nur noch im Fernsehen, beim Einkaufen oder Spazieren. Besonders letzteres ist eine täglich wiederkehrende Konstante für uns geworden. Einmal frische Luft und die Sonne genießen und den eigenen vier Wänden entfliehen. Wir sind zwar schon vorher viel spazieren gegangen, aber diese Ausflüge beschränkten sich größtenteils aufs Wochenende. Was also anfangen, mit der neu gewonnen Zeit? Ein neues Hobby suchen? Puzzeln, zeichnen, oder gar basteln? Leider bin ich in der Hinsicht komplett unbegabt. Also mehr lesen? Auch das hält sich ehrlich gesagt in Grenzen, mein Lesepensum vor der Pandemie war schon hoch, dies noch zu steigern, ist eher schwierig.

DIE KLEINEN DINGE

Letztendlich sind es die banalen Dinge, die sich für mich verändert haben. Sind wir vorher noch leidenschaftlich gern essen gegangen, kochen wir nun täglich. Eingekauft wird nur noch einmal die Woche und die Einkaufsliste ergibt sich aus dem vorher erstellten Wochenplan. Immer wieder schwebt über uns dann, wie ein Damokles Schwert, die Frage: Reicht unser Toilettenpapier noch, oder sollten wir, wenn wir denn die Möglichkeit haben, alles daran setzen eine Packung zu bekommen? Wann gibt es wieder Hefe und wird diese Packung Reis die vorerst letzte sein?

ROUTINE

Ein typischer Tag also? Ich stehe immer noch zur selben Zeit auf. Arbeite ganz normal, nur mit unterschiedlichen Ausblicken. Mein Kaffeekonsum? Hat sich definitiv erhöht. Mein Handykonsum ist witziger Weise weniger geworden, auch, weil ich eine Zeit lang, der immerwährenden Berichterstattung der Pandemie überdrüssig geworden bin. Ich schreibe definitiv weniger Textnachrichten. Mein Ohr glüht dafür an einigen Tagen, weil ich das gute, alte Telefonieren für mich wiederentdeckt hab.

ERKENNTNIS

Ich hätte gerne gesagt, dass ich in dieser selbst auferlegten Isolation mehr „Self-Care“ betrieben, mir Gedanken über das Leben und die Welt gemacht oder schwierige handwerkliche Projekte, die ich schon lange vor mich herschiebe, in Angriff genommen hätte. Dem ist aber nicht so. Dennoch, habe ich endlich meine Schreibblockade überwunden, genieße die Zeit in der Natur viel bewusster und auch mein Spielstand bei Horizon Zero Dawn macht erhebliche Fortschritte und umfasst mittlerweile über 70 Spielstunden.

Und wie haben meine beste Freundin und ich uns letztendlich entschieden? Wir treffen uns immer noch jeden Mittwoch auf einen Kaffee, jedoch virtuell über Videochat und manchmal mit etwas Stärkerem als Kaffee.

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