Glatzköpchen – Auch Krebs lässt sich mit Humor nehmen

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Krebs ist für Betroffene wie Angehörige keine erfreuliche Sache. Das man jedoch auch bedrückende Themen nicht immer nur bitter-ernst betrachten muss, zeigt uns die Geschichte von Zita.

Zita steht kurz vor ihrem 13. Geburtstag.  Dass sie diesen erreicht, haben jedoch nur wenige in ihrem Umfeld erwartet. Einen Großteil ihrer Kindheit hat Zita durch ihre Krebserkrannkung  in einem spezialisierten Krankenhaus mit anderen schwerkranken Kindern verbracht.
Zwar mögen die Lebensumstände schwer und der Tod ein ständiger Begleiter (oder Begleiterin, da ist Zita sich nicht sicher) sein, aber die Kinder machen das beste aus ihrer Situation. Da ist zum Beispiel Puzzle, deren Knochen leicht brechen, Fritte, der sich beim Versuch, Pommes zu machen, schwer verletzt hat, und der Superkranke, von dem keiner weiß, was er eigentlich hat – auch nicht die Ärzte.

Zita, die bedingt durch ihre Behandlung den offensichtlichen Rufnamen Glatzköpfchen hört, verteilt Spitznamen an Patienten, Pfleger und Ärzte und sorgt auch sonst dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Gerade lädt sie alle zu ihrer Geburtstagsparty ein und hofft – wie jeder normale Teenager –, dass sich ihr Schwarm Carlos in sie verliebt.

©Panini | ‚Humor ist,wenn man trotzdem lacht‘, weiß auch Zita

Glatzköpfchen ist eine liebevoll-witzige Comic-Geschichte zu einem im Kern ernsten Thema, mit dem Ziel, Mut zu machen, aufzumuntern und zu unterhalten. In bester franko-belgischer Funny-Manier kreieren Starautor Zidrou und Zeichner Serge Ernst ein Mikrouniversum um die lebensfrohe und freche Zita, in das man sofort hinein gesogen wird und in dessen Figuren man sich bereits nach den ersten Seiten verliebt.

Inspiriert wurde das Kreativteam unter anderem durch die Tochter eines Bekannten von Serge Ernst, die als Kind, nach langem Kampf, vielen Behandlungen und entgegen aller Prognosen, ihren Krebs besiegen konnte, weshalb ihr auch der erste Band mit dem Titel „Wer braucht schon Haare?“ gewidmet ist. Für Serge Ernst und Zidrou ist die Aussage, dass es immer Hoffnung gibt, der gedankliche Ausgangspunkt der Geschichte. Sie haben im Vorfeld ihrer Arbeit vor Ort in Krankenhäusern recherchiert, um den passenden Ton für die Story zu finden.

BETROFFENEN EIN LÄCHELN ZAUBERN

Die Deutsche Auflage des ersten Bandes „Wer braucht schon Haare?“ ist ab sofort im Panini Verlag erhältlich. Darüberhinaus folgt der Verlage jedoch auch dem Beispiel Frankreichs und der Schweiz:Dort liegt die Original-Glatzköpfchen-Reihe – dort sind inzwischen sieben Alben erschienen – auch in Kinderkliniken und Hilfseinrichtungen als Lesefutter aus. Um das zu ermöglichen, ist der Verlag dort Kooperationen mit Verbänden, Organisationen und Krankenhäusern eingegangen. Federführend ist dabei das BDmania-Projekt, das zunächst französische Ausgaben verteilte und nun – in Zusammenarbeit mit Panini – auch 2000 Exemplare der ersten deutschen Ausgabe nutzt, um deutschsprachige Kinder im Kantonsspital sowie in anderen Spitälern der Deutschschweiz zu erfreuen.

Der Panini Verlag bietet für Organisationen und Krankenhäuser in Deutschland ebenfalls Kooperationsmöglichkeiten an – Interessierte können sich hierfür an den Verlag wenden.

Cover: © Panini
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Über den Autoren/Über die Autorin

Erzieher, Comic-Geek, Spielkind,Serien-Junkie und Cartoon-Enthusiast aus Hamburg. In meiner Freizeit betreibe ich professionelles Binge-watching, lerne oder stopfe meinen Kopf mit fiktiven Charakterbiografien voll.

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